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"Das können wir Ihnen versichern." - Die lange Leitung einer Krankenkasse
2012-01-06 - 16:24 by Björn
Seit einigen Monaten erhalte ich immer wieder schriftliche Aufforderungen einer Krankenkasse, ihnen meinen neuen Arbeitgeber mitzuteilen. Dies wäre an sich nicht das Problem, wenn ich denn noch ein Kunde dieser Kasse wäre.
Schon ein Jahr im Voraus beschloss ich meine Kündigung bei meiner Krankenkasse einzureichen, die mich nur als Kunden gewinnen konnte, da sie mit ihrem Angebot für eine Krankenversicherung für Studenten schneller dran waren als die Krankenkasse, bei der ich persönlich vor meinem Studium versichert war. In den ersten Jahren meines Studiums wurde ich durch die Krankenkasse meines Vaters wieder mitversichert. Diese Kasse wusste somit auch sehr genau darüber Bescheid, wann ich nicht mehr über die Familienversicherung geführt werden kann. Nach dem Studium wollte ich gerne wieder meine "alte" Krankenkasse aufsuchen, doch die Kündigung bei der Krankenkasse, der ich während meines Studiums meine Gesundheit in die Hände gelegt hatte, war wie bei anderen Krankenkassen-Zugehörigkeiten auf mindestens 18 Monate festgesetzt. Ich musste also erst einmal dort bleiben, kündigte aber direkt zum nächstmöglichen Termin.
Im vergangenen Jahr konnte ich dann die Krankenkasse wechseln. Dies war auch überhaupt kein Problem, da ich der neuen Krankenkasse die Kündigungsbestätigung der alten Krankenkasse vorlegen konnte. "Soweit so gut", dachte ich mir.
Nur wenige Wochen später erhielt ich das Angebot meiner alten Krankenkasse, mir eine neue Gesundheitskarte ausstellen zu lassen. Mir kam zunächst nur der Gedanke, dass die Adressen vielleicht schon vor meinem Austritt ausgewählt worden waren und dass es sich nur um einen Zufall handelt, dass ich noch einmal ein Schreiben erhielt, dass mich als Kunden ansprach. Seit diesem Tag erreichen mich allerdings immer mal wieder Schreiben oder Anrufversuche. Die Anrufe laufen zumeist ins Leere, da ich selten erreichbar bin und bei Rückrufen häufig das Problem im Raum stand, dass die entsprechende Sachbearbeiterin bereits Feierabend hätte und ansonsten niemand damit betraut wäre. Das ist aber auch ein Pech.
Die Schreiben rufen mich immer wieder dazu auf, meinen neuen Arbeitgeber zu nennen. Da ich keinen neuen Arbeitgeber habe, habe ich von einer Rückmeldung stets abgesehen.
Das letzte Schreiben wurde vor wenigen Tagen verfasst und wollte mich über den schlimmen Umstand aufklären, dass ich nicht versichert wäre und dass dies in Deutschland laut § 5 Abs. 1 Nr. 13 Fünftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB V) nicht zulässig sei.
Das ist in der Tat eine schlimme Sache, wenn man keine Krankenversicherung hat, aber zum Glück trifft das nicht auf mich zu.
Heute ist ein Feiertag und ab Montag bin ich wieder ganztägig arbeiten und dort telefonisch nicht zu erreichen. Ich bin mal gespannt, wie lange das noch so weitergehen wird.
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